• janice.allermann

Das Leben ist ein kosmischer Scherz. Oder: Lebenssinn.

Ich habe immer gedacht, dass das Leben ein Scherz des Universums ist. In etwa: Viel Spaß Mensch, du bekommst ca. 80 Jahre auf diesem Planeten, du bekommst einen Körper, der altern und immer schlechter funktionieren wird, du bekommst einen Geist, der anscheinend von Bedürfnissen und Anhaftungen geleitet (fehlgeleitet) ist. Du bekommst diese Zeit hier auf der Erde (und du weißt nicht einmal, wie lange du bekommst) – und jetzt guck was du daraus machst – am Ende wird dir der Tod alles was du jemals erreicht hast wegnehmen.‘


Die große Frage, die sich mir immer wieder stellte: Wir sterben sowieso, was ist also der Sinn des Lebens? Welchen Sinn hat das Leben, wenn im Sterben alles seinen Sinn verliert?


Ich habe nach Sinnhaftigkeit und Bedeutung gesucht, aber ich konnte sie nicht finden. Ich wusste tief in mir drin, dass es einen Grund für das Leben gibt; dass das Leben für irgendwas da ist, ansonsten würde es das Leben nicht geben.



Manchmal lag ich nachts wach und wurde fast verrückt bei dem Gedanken eines Tages zu sterben. Wie würde sich das anfühlen? Mein Verstand versuchte den Tod zu verstehen; aber wie kann der Verstand etwas verstehen, das außerhalb des Verstandes liegt?! Der Verstand kann den Tod nicht wirklich begreifen, da er kein Teil von ihm ist.


Ich wurde verrückt, und wurde noch verrückte, weil scheinbar sonst niemand wegen der Tatsache, dass wir eines Tages sterben werden, verrückt wurde. Sind sich andere Leute dieser Tatsache nicht bewusst? Wenden sie sich bewusst von ihr ab? Versuchen sie sie zu verstecken? Oder wissen sie etwas – ein Geheimnis – das ich nicht weiß? Wie kann man sein tägliches Leben leben, wenn man weiß, dass es innerhalb eines Bruchteils ausgelöscht werden kann?

Ich widersetzte mich dem Tod; ich suchte nach einem Weg ihm zu entkommen; ich suchte nach einem Weg Sinn aus ihm zu machen; aber ich konnte keinen finden. Ich redete mir selbst ein, dass es okay ist zu sterben, dass wir alle sterben, dass wir alle im selben Dilemma stecken. Wenn sonst niemand bezüglich der Tatsache des Sterbens verrückt wird, vielleicht brauche auch ich mich deswegen nicht verrückt machen?! Aber dies brachte mir keinen Frieden. Die Frage nach dem Sinn des Lebens blieb.

Ich erzählte einer guten Freundin von diesen Gedanken und sie empfahl mir das Buch „Gespräche mit Gott“* (ein Buch, welches ich selbst niemals ausgewählt hätte, weil ich noch immer ein Problem mit dem religiösen Mainstream-Konzept um ‚Gott‘ habe).


Vor einer Woche habe ich das Buch fertiggelesen (so schnell wie kein anderes) und es hat mir tatsächlich einige Antworten und ein stückweit Frieden gegeben.


Ich möchte das Buch an dieser Stelle nicht zusammenfassen (lies es für dich selbst). Ich möchte dir lieber das Gefühl von Frieden, dass ich aus den Worten dieses Buches gezogen habe, wiedergeben. Vielleicht inspiriert dich dies, vielleicht gibt es dir eine neue Perspektive, vielleicht bestätigt es dich in dem, was du tief in dir drinnen schon fühlst. Vielleicht macht es für dich jetzt grade keinen Sinn, vielleicht gibt es dir derzeit keinen Frieden; aber vielleicht hörst du dieselbe Botschaft eines Tages mit anderen Worten und gehst dann in Resonanz mit ihr.

Los geht’s:


Die ganze physische Welt, unsere Erde und uns Menschen eingeschlossen, existiert, damit wir uns selbst erleben können. Dieses ‚wir‘ ist nicht dasselbe ‚wir‘ wie in ‚du‘ und ‚ich‘ wie wir hier auf der Erde in unserer physischen Form sind. Dieses ‚wir‘ bezieht sich auf unsere Seelen (ich nutzte gerne dieses Wort, wenn ich von unserem inneren Licht spreche, von der unendlichen Liebe, die in jedem von uns wohnt).

Die Seele, das Licht sehnt sich danach sich selbst zu erleben. Bevor es die physische Welt gab, gab es nur Licht. Wie kann Licht sich selbst erleben, wenn es nur Licht gibt? Es ist schlichtweg nicht möglich. Man braucht Dunkelheit dafür. Man braucht die Dualität des Gegenteils dafür. Die gesamte physische Welt mit allen ihren Dualitäten und Gegenteilen existiert, sodass Licht sich selbst erleben kann.



Jedes neue Leben ist eine neue Chance sich daran zu erinnern wer man wirklich ist; eine neue Chance sich daran zu erinnern, dass man Licht ist, dass man nichts außer Liebe ist.


Es gibt nichts, weswegen man sich Sorgen machen müsste, es gibt nichts was man erreichen sollte. Es gilt nur sich zu erinnern. Du bist hier um dich selbst zu erleben, dein Licht, deine Liebe. Du bist hier, um diejenige/denjenigen zu erschaffen, die/der du sein möchtest.

Ich bin immer noch dabei die Erkenntnisse aus ‚Gespräche mit Gott‘ zu verarbeiten. Ich weiß, dass ich verstehe, was ich gelesen habe. Ich verstehe es auf geistiger Ebene, und nun möchte ich es erleben. Ich möchte erschaffen wer ich sein möchte; ich möchte mein Licht erleben, meine Liebe – in allen Momenten hier auf der Erde in diesem Leben.

Was sind deine Gedanken hierzu? Fällt es dir schwer Sinnhaftigkeit im Leben zu finden? Fragst du dich was der Lebenssinn ist?





*‚Gespräche mit Gott‘ besteht aus drei Bänden. Hier geht es um den ersten.

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